Vergangenen Samstag ereignete sich auf der A94 ein Verkehrsunfall, wobei eine Autofahrerin im Fahrzeug verletzt eingeschlossen wurde. Durch das automatische E-Call-System des Fahrzeugs wurde der Notruf abgesetzt und die integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr Dorfen auf die Autobahn. Um die verletzte Fahrerin schonend aus dem Fahrzeug zu befreien, wurde, während die Fahrerin vom First Responder Team der Feuerwehr Isen betreut wurde, die Fahrertüre entfernt. Der eintreffende Rettungsdienst und Notarzt intensivierten die medizinischen Maßnahmen und transportierten die Verletzte schließlich in ein Krankenhaus.

 

Am vergangenen Sonntag (18.09.2022) kam es in Wasentegernbach zum Austritt von mehreren Litern Diesel aus einem Pkw. Nach Eintreffen der örtlich zuständigen Feuerwehr Wasentegernbach und des Gebietskreisbrandmeisters wurde in der Erkundung festgestellt, dass die bereits ausgelaufene Betriebsflüssigkeit in die Kanalisation (Regenwasser) gelangen konnte. Gegen 13:00 Uhr wurden unser Rüstwagen mit Ölwehraustattung (RW), Gerätewagen-Logistik 1 (GWL-1) mit Ölsperren, Ölschlingen sowie der Anhänger Boot an die Einsatzstelle nachgefordert. Durch die am Einsatzleitwagen (ELW) mitgeführten Kanalpläne konnte der Abfluss der Kanalisation genau ausfindig gemacht und so die betroffenen Stellen zügig eruiert werden. Durch die Feuerwehr wurden die drei Austrittsstellen der Kanalisation mittels Ölschlingen einer „Vorreinigung“ des Wassers unterzogen und im Anschluss das Gewässer mittels Ölsperren gesichert. Zeitgleich wurden im benachbarten Landkreis Mühldorf weitere sichernde Maßnahmen (Flussabwärts) durch die Feuerwehren getroffen.

 

Unter dem Namen „Lange Nacht der Feuerwehr“ wollen sich am 24. September die Feuerwehren in Bayern der Öffentlichkeit präsentieren. Wir nutzen diese Gelegenheit, um uns mal über die Schulter blicken zu lassen und so die Arbeit der Feuerwehr präsentieren zu können. In einer einzigartigen Atmosphäre von Licht und Feuer können unsere Besucher die Feuerwehr hautnah erleben!

Um 15 Uhr Nachmittag starten wir mit dem Tagesprogramm, wo auch unsere kleinen Gäste die Möglichkeit bekommen, die Fahrzeuge der Feuerwehr Dorfen hautnah zu erleben. An den Spritzwänden der Jugendfeuerwehr können groß und klein ihre Fähigkeiten im Löschen unter Beweis stellen und sich anschließend in der Hüpfburg auspowern. Im Verlauf des Tages präsentieren wir für unsere Besucher, das ein oder andere Tätigkeitsfeld der Freiwilligen Feuerwehr in kleinen Schauübungen. Mit Eintreten der Dämmerung werden wir dem Namen „Lange Nacht der Feuerwehr“ gerecht und tauchen unser Feuerwehrhaus in ein Farbenspiel der Lichter. Der richtige, genauer gesagt der falsche Umgang mit Fettbränden verdeutlicht in den Abendstunden die Energie des Feuers noch einmal deutlich. Nicht nur außen, sondern auch im Inneren taucht das Feuerwehrhaus in eine besondere Atmosphäre ab, um diese zu erleben, muss man nur an einer der Feuerwehrhausführungen mit anschließendem Besuch des Schlauchturms teilnehmen. Für das leibliche Wohl unserer Gäste wird an der langen Nacht der Feuerwehr natürlich gesorgt sein. 

Am 20.06.2002 um 16:04 Uhr wurden wir auf die A94 (Fahrtrichtung Passau) von der örtlich zuständigen Feuerwehr St.Wolfgang nach dem zwei Pkws in Brand geraten sind nachalarmiert. Eine große Menge Löschwasser wurde aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen Pkw mit alternativem Antrieb sowie um einen Lieferwagen mit Gasflaschen handelte, benötigt.
Durch uns wurde mittels Tanklöschfahrzeug (TLF), Wechselladerfahrzeug (WLF) mit Abrollbehälter (AB)-Löschwasser und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) im Einsatzverlauf insgesamt 25 000 Liter Löschwasser zur Einsatzstelle befördert, wovon 22 000 Liter Löschwasser verbraucht wurden. Im weiteren Einsatzverlauf unterstützte ein Trupp unsererseits mittels Umluftunabhängigen Atemschutz die Löscharbeiten. Durch unseren Einsatzleitwagen (ELW) wurden die Koordinierungsaufgaben für den Einsatzleiter von St.Wolfgang übernommen.

Weitere Kräfte seitens der Feuerwehr:
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Fahrtrichtung Passau:
  • Feuerwehr St.Wolfgang
  • Feuerwehr Lengdorf
  • Flughafenfeuerwehr München
Fahrtrichtung München:
  • Feuerwehr Ampfing
  • Feuerwehr Heldenstein
  • Feuerwehr Obertaufkirchen

 

Ab dem 29. April 2022 erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr Dorfen an Werktagen zusätzlich von 6 bis 18 Uhr über die Sirene.

Hintergrund ist, dass eine Fahrbahn auf der B15-Brücke im Einsatzfall frei befahrbar ist. Zeitweise nutzen die Baufahrzeuge auch die zweite Fahrbahn. Mit der Sirene wissen sie, dass die zum Feuerwehrhaus anfahrenden Mitglieder der Feuerwehr und auch die ausrückenden Einsatzfahrzeuge zeitnah über die Brücke fahren und räumen Hindernisse aus der Fahrbahn.

Wir bitten Bürgerinnen und Bürger um ihr Verständnis.

 

Aus- und Zufahrt über die Mühlanger Straße

Sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner, bei der B 15-Brückensanierung beginnt nun die „heiße“ Phase.

Bedingt durch die Sperrung der B 15-Brücke ist für die Rettungskräfte eine Zufahrt in den Süden der Stadt über die provisorischen Brücke Höhe Am Flutkanal / Etzkapelle vorgesehen. Auch müssen die Angehörigen der Feuerwehr mit ihren Privatfahrzeugen über die Behelfsbrücke zum Feuerwehrhaus gelangen.

Die zum Feuerwehrhaus anfahrenden Mitglieder der Feuerwehr und auch die ausrückenden Einsatzfahrzeuge werden somit künftig während der Baumaßnahme über die Mühlanger Straße ein- und anfahren. Dadurch wird es auch vermehrt zu Begegnungsverkehr und Engstellen kommen.

Um die vorgegebenen Hilfsfristen für die Feuerwehr erreichen zu können, ist es ggf. vorgeschrieben die gesetzlichen Sonderrechte mit Blaulicht und Martinshorn anzuzeigen!

Die Feuerwehr wirbt in dieser Situation um Verständnis.

 

Eine einsatzbereite Feuerwehr rettet Leben!

Eine beständige Aufgabe der Kommune ist es, die Feuerwehr neben einer einsatzfähigen Truppe die Geräte und das nötige Zubehör einsatzbereit zu halten und regelmäßig auf die intakte Funktion zu prüfen.

Im Bild: Florian Grünaug und der hauptamtliche Gerätewart Rudolf Hohenadl

Zur Reinigung, Wartung und Prüfung aller Feuerwehrschläuche der 10 Freiwilligen Feuerwehren von Dorfen wurde eine neue Schlauchpflegeanlage angeschafft. Diese ersetzt die 25 Jahre alte Anlage. Die Ersatzbeschaffung wurde vor allem deshalb nötig, da es für die alte Anlage keine Ersatzteile mehr gab und es immer wieder zu längeren Reparaturausfällen kam. Nach Erstellung des Leistungsverzeichnisses nach aktuellem Stand und Regeln der Technik wurde im September 2020 ausgeschrieben. Im Frühling 2021 wurde der Auftrag an die Fa. Prey vergeben.

Bevor die neue Schlauchpflegeanlage im Keller des Gebäudes der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Dorfen eingebaut wurde, wurde die alte Anlage komplett entfernt und verschiedenste Vorleistungen durchgeführt. Dies umfasste z. B. Reparaturen am Fliesenboden und der dauerelastischen Verfugung im Keller, Reinigung der Wand und Bodenfliesen sowie des Schlauchturms,

Automatische Schlauchaufhänge Anlage

Umbau der Wasserleitungen nach DVGW Vorschrift mit Rückflußverhinderer sowie der Umbau der elektrischen Zuleitung und EDV.

Anfang November konnte dann die neue Schlauchpflegeanlage eingebaut werden. Die Anlage besteht aus der Schlauchwaschmaschine, Schlauch-Prüfwerkwanne im Keller und einer automatischen Schlauch-Aufhängeanlage im Schlauchturm (25m Höhe). Insgesamt ist die Anlage 22m lang. Neu und eine erhebliche Arbeitserleichterung ist, das eine Software für die Bestandsverwaltung sowie Protokollierung aller Wartungen und Prüfungen der Schläuche im Lieferumfang enthalten ist.

Am 09.11. fand die Inbetriebnahme der gesamten Anlage sowie die Einweisung des Feuerwehrpersonals statt. Eingewiesen wurde der ehrenamtliche Schlauchgerätewart Florian Grünaug und der hauptamtliche Gerätewart Rudolf Hohenadl sowie die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner Markus Brandlhuber, Stefan Baumgärtner, Dominik Fichtner und Jan Smolko.

Die Kosten der Anlage liegen bei 130.000,00 Euro.

 

Die neue Anlage:


Einbau der neuen Anlage:


Vorbereitung und Rückbau der alten Anlage:

Nur wenige Minuten nach Beginn des EM-Achtelfinales Deutschland gegen England schrillten die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr Dorfen. Bereits vor Anstoß dieser „Unwetterpartie“ hatte uns eine aufgeregte Anruferin den Ball zu einem „Wassereintritt in Wohngebäude“ zugespielt. Unverzüglich hatte der Gerätewagen-Logistik mit Rollcontainer „Wasserschaden“ das telefonische Passspiel angenommen. An der Einsatzstelle in Oberhausmehring war es jedoch zu keinem offensiven Schlagabtausch gekommen: Der Wasserschaden in Form einer überfluteten Fahrbahn hatte sich als dankbarer Abstauber für den Dorfener Angriff entpuppt, da lediglich ein verstopfter Abfluss entleert werden musste.

Der eigentliche „Anpfiff“ durch die Integrierte Leitstelle Erding bezog sich um 18:09 Uhr auf eine vollgelaufene Laderampe eines Supermarktes entlang der Bundesstraße 15. „Co-Trainer“ und Zugführer der FF Dorfen, Tobias Brandl, setzte eine Auswahl aus Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Mannschaftstransportwagen effektiv auf dem Platz ein. Ein zügiger Konter vor dem Elfmeterraum der Laderampe mittels Tauch- und Chiemseepumpe führte schließlich zum Erfolg. Am Ende der unwetterartigen Begegnung sorgte ein umgestürzter Baum für eine kurze Verlängerung, sodass die Dorfener Mannschaft das eigentliche Fußballspiel im Fernsehen leider nicht mehr mitverfolgen konnte. Das Bedauern hielt sich jedoch in Grenzen, schließlich waren die parallel laufenden „Heimspiele“ zur Gefahrenabwehr erfolgreich absolviert worden. Übliche Fanansammlungen blieben aufgrund der widrigen Umstände an den drei Dorfener „Austragungsorten“ aus.

 

Einige Fotos zur „Unwetterpartie“ finden Sie hier:

 

Nach sieben Monaten pandemiebedingter Einschränkungen konnte die Feuerwehr Dorfen ihren Regelübungsdienst endlich wieder aufnehmen. Von Ende Oktober 2020 bis Ende Mai 2021 folgten Führung und Mannschaft den Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbands und setzten sämtliche Übungsdienste bis zur aktuellen Entspannung des Infektionsgeschehens vollkommen aus. In dieser Phase war das Feuerwehrgerätehaus nur für die wichtigsten dienstlichen Angelegenheiten, wie Einsätze oder unerlässliche Dienstbesprechungen, geöffnet.

Obige Regelung wurde zum Eigenschutz der aktiven Kräfte um strenge Hygienevorschriften ergänzt. So verrichteten die Kameradinnen und Kameraden ihren Einsatzdienst seit dem zweiten Lockdown ausschließlich mit FFP 2-Masken. Glücklicherweise bewährten sich die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen durchweg, sodass zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger Dorfens keine feuerwehrbedingten Ausfälle zu verzeichnen waren. Bereits im ersten Lockdown Mitte März 2020 war als systemrelevante Organisation umgehend reagiert worden: Abstände, Einsatzhygiene, Flächendesinfektion, vorübergehendes Einstellen des Übungsdienstes und besonnenes Vorgehen in Einrichtungen mit Risikogruppen wie Altenheimen waren erste Maßnahmen. Seit der Verfügbarkeit von Masken im April 2020 einigte man sich auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – insbesondere bei Patientenkontakt und in den beengten Fahrzeugkabinen. Somit wurde den Vorgaben des Spitzenverbands der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zu SARS-CoV-2 vollumfänglich Rechnung getragen.

Zu Beginn des Übungsbetriebs Ende Mai teilten Führung und Fachbereichsleiter die Teilnehmer in Kleingruppen ein. Einerseits konnten damit Abstände gewahrt bleiben, andererseits wichtige Grundtätigkeiten intensiv wiederholt werden. Während sich die Übungen der gesamten Mannschaft auf Fahrzeugkunde und tragbare Leitern fokussierten, hielten die Leiter des Atemschutzes, Maximilian Wagner und Bastian Brugger, realitätsnahe Einsatzübungen rund um das Thema Wohnungsbrand mit vermissten Personen ab. Die Jugend beübte vor allem Themen der modularen Truppausbildung (des Feuerwehrgrundlehrgangs), ließ aber auch Spaß und Aktion nicht zu kurz kommen. Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen luden zu einer nassen Abkühlung ein, die die Jugendwarte in Form von Teambuilding- und Leckageübungen vorbereitet hatten. Lediglich Abstände und Masken erinnerten dabei noch an die langen, hoffentlich nie wiederkehrenden Zwangspausen.

Übrigens:
An der Arbeit und am Feuerwehrdienst interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlichen eingeladen, an den kommenden Übungsabenden unverbindlich reinzuschnuppern. Die FF Dorfen trifft sich wieder am Montag, den 12. und 26. Juli 2021 jeweils um 19 Uhr am Feuerwehrgerätehaus (Gewerbering 5b). Die Jugendgruppe übt abwechselnd an Montagen und Donnerstagen. Für Gleichaltrige aus Dorfen zwischen 12 und 18 Jahren stehen unsere Tore am 1., 8., 15., 19. und 29. Juli um 18:30 Uhr offen.
Wir freuen uns auf Ihren und euren Besuch!

 

Fotos der vergangenen Jugendübung finden Sie hier: