Nur wenige Minuten nach Beginn des EM-Achtelfinales Deutschland gegen England schrillten die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr Dorfen. Bereits vor Anstoß dieser „Unwetterpartie“ hatte uns eine aufgeregte Anruferin den Ball zu einem „Wassereintritt in Wohngebäude“ zugespielt. Unverzüglich hatte der Gerätewagen-Logistik mit Rollcontainer „Wasserschaden“ das telefonische Passspiel angenommen. An der Einsatzstelle in Oberhausmehring war es jedoch zu keinem offensiven Schlagabtausch gekommen: Der Wasserschaden in Form einer überfluteten Fahrbahn hatte sich als dankbarer Abstauber für den Dorfener Angriff entpuppt, da lediglich ein verstopfter Abfluss entleert werden musste.

Der eigentliche „Anpfiff“ durch die Integrierte Leitstelle Erding bezog sich um 18:09 Uhr auf eine vollgelaufene Laderampe eines Supermarktes entlang der Bundesstraße 15. „Co-Trainer“ und Zugführer der FF Dorfen, Tobias Brandl, setzte eine Auswahl aus Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Mannschaftstransportwagen effektiv auf dem Platz ein. Ein zügiger Konter vor dem Elfmeterraum der Laderampe mittels Tauch- und Chiemseepumpe führte schließlich zum Erfolg. Am Ende der unwetterartigen Begegnung sorgte ein umgestürzter Baum für eine kurze Verlängerung, sodass die Dorfener Mannschaft das eigentliche Fußballspiel im Fernsehen leider nicht mehr mitverfolgen konnte. Das Bedauern hielt sich jedoch in Grenzen, schließlich waren die parallel laufenden „Heimspiele“ zur Gefahrenabwehr erfolgreich absolviert worden. Übliche Fanansammlungen blieben aufgrund der widrigen Umstände an den drei Dorfener „Austragungsorten“ aus.

 

Einige Fotos zur „Unwetterpartie“ finden Sie hier: